Leasen, mieten oder kaufen von Gastro-Kassen

Ein wichtiges Thema für Dich ist natürlich auch die Finanzierung Deiner neuen Gastro-Kasse.

Wenn Du Gründer bist und zum ersten Mal eine Kasse kaufst, kann es sein, dass Du zum Beispiel keinen Leasingvertrag bekommst, da es ja noch keine Infos über Deine neue Firma in den Auskunfteien gibt.

Kleiner Tipp an dieser Stelle: Wenn Du mal einen Fragebogen von Creditreform, Bürgel oder anderer Auskunftei bekommst – wirf das nicht weg, sondern füll das wirklich aus. Auch wenn es lästig ist, es hilft Dir bei Deinem Geschäft, wenn Du hier möglichst ehrliche Antworten zurückschickst.

Du baust Dir damit einen Rating bei den Auskunfteien aufzubauen, die sowieso auch die Infos von den Mobilfunkprovidern oder Online-Versendern über Dich automatisch erhalten. Achte auch darauf, dass vor allem keine Mobilfunkrechnung unbezahlt bleibt. Hier kann es tatsächlich schnell zu einer Rückmeldung bei der Schufa kommen und Dir dann sogar Dein Girokonto gekündigt werden, wenn Du hier wegen eine so dummen Kleinigkeit absichtlich eine Rechnung nicht bezahlst. Zudem bekommst Du damit automatisch ein schlechtere Bewertung in den Auskunfteien und Du wunderst Dich dann, wenn auf einmal bei einer Kreditanfrage Du mehr bezahlen musst, oder gar keinen Kredit bekommst, obwohl eigentlich alles in Ordnung wäre, wenn nur nicht die dumme Rechnung gewesen wäre.

Übersicht über die wichtigsten Finanzierungsformen beim Kauf von Registrierkassen für die Gastronomie:

  • Am häufigsten wird immer noch gekauft
  • Dann gefolgt von Leasing
  • oder gemietet. Viele Kassenhändler bieten hier extra für Neugründungen Mietkassen an, die z.B. monatlich einen Code anfordern, damit die Miete auch wirklich bezahlt wird – was auch fair ist, schließlich müssen diese mit mehreren tausend Euro oft in Vorleistung gehen.

Was ist aber nun besser für Dich? – Sollst Du ein Kassensystem kaufen, leasen oder mieten?

Gastrokasse kaufen: An dieser Stelle gesagt. Exakt kann es eigentlich immer nur Dein Steuerberater sagen, da dieser Deine Finanzen am besten kennt. Dennoch solltest Du folgendes bedenken. Beim Kauf schwächst Du automatisch Dein Eigenkapital, je nach Modell und Ausstattung der Kasse um bis zu einige tausend Euro.

Kasse leasen:
Wenn Du ausreichend Bonität bei den Leasingfirmen als Gastronom bekommen hast, dann kannst Du Deine Restaurantkasse natürlich auch leasen. Hier bezahlst Du zwar ein paar Prozent Zinsen über die Laufzeit und hast evtl. noch eine Restzahlung zu leisten, dafür sind es aber über 3,4 oder 5 Jahre niedrige monatliche Raten, die Du direkt als Betriebsausgabe absetzen kannst.

Mietkasse:
Wenn Du eine tolle Geschäftsidee hast, aber nicht genügend Geld um eine Profi-Gastronomie Kasse kaufen zu können und als Neuling auch kein Leasing bekommst, dann bleibt oftmals noch die Mietkasse. Kassen mieten bieten viele Kassenhändler an. Auch oftmals nur einige Monate oder auch für Veranstaltungen, wie das Oktoberfest in München. Damit der Kassenhändler nicht auf seine Kosten hocken bleibt, wenn er Dir eine Kasse als Gastronomie-Einsteiger vermietet, gibt es bei einigen Kassenmodellen einen Monatscode, der dann nach 4 Wochen einfach erneuert werden muss. Ist die Miete bezahlt, so bekommst Du einfach wieder einen neuen Code telefonisch oder per E-Mail mitgeteilt.