Kassen-Lexikon – Was bedeutet eigentlich?

Beim Kauf von Kassensystemen, Registrierkassen oder POS-Systemen wirst Du viele neue Wörter kennen lernen, die Du vielleicht noch nicht gehört hast. Hier findest Du eine alphabetische Liste an Kassen-Wörtern, die beim Kauf einer Registrierkasse auftauchen könnten:

A) Angebot

Um eine Kasse zu kaufen, gehst Du nicht in den nächsten Supermarkt (auch wenn da immer Kassen rumstehen), sondern Du bekommst meistens ein Angebot von einem professionellen Kassenhändler. Dabei geht es meistens um drei Teile im Angebot. Zum einen das Angebot für die Kassen-Hardware (also die eigentliche Kasse) mit Drucker, evtl. Kassenschublade, dann oftmals eine getrennte Kassen-Software (die dann auf die Kassen-Hardware installiert wird) und der Installation und Einrichtung der Kasse (lass Dir hier unbedingt beim Einrichten der Kasse helfen, da kann vieles falsch gemacht werden. Die Profis bei der Kassenhändlern machen das seit Jahren mit viel Erfahrung und wissen hier genau, was Du brauchst).

Allergene

Seit Dezember 2015 mußt Du alle Allergene aus den 13 Allergengruppen in Deinem Geschäft kennzeichnen. Praktisch ist es, wenn gleich an Deiner Kasse ein Allergenfilter eingebaut ist, sowie der Kunde/Gast einen Bonausdruck aus Deiner Kasse über die Zutaten auf Wunsch bekommen kann, oder am Kundendisplay ausgegeben wird. So gibt es keine Überraschungen, wenn mal ein Kontrolleur bei Dir vorbeikommt und einen Testeinkauf macht.

B) Bäcker-Kasse

Das Kassen für Bäcker, Gastronomie oder Einzelhandel komplett unterschiedlich sein können, zeigt die Vielfältigkeit von Kassensystemen. Speziell bei einem Kassensystem für Bäcker kommt es darauf an, dass oftmals mehrere Benutzer gleichzeitig Kunden an der Bäcker-Kasse bedienen, Lieferscheine für Großkunden ausdrucken oder Daten auch in die Software für die Produktion übermittelt werden können.

Hast Du als Bäcker mehrere Filialen, dann sollte die Bäckerkasse auch Bestellungen an der Kasse von Deinen Mitarbeitern in die Zentrale senden können. Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch die Zeiterfassung Deiner Bäckerei-Mitarbeiter. Viele professionelle Bäckereikassen können hier gleich die Stempeluhr in der Kasse abbilden und übertragen die Zeiten in die Zentrale bei der täglichen Abrechnung oder in Echtzeit.

Barcode-Scanner

Wenn Du auch Handelsware oder eigene Produkte anbietest, die einen Barcode aufgedruckt haben, so hilft Dir ein Barcode-Scanner diesen Strichcode (z.B. EAN13) einzuscannen und musst diesen nicht selbst tippen. Meistens ist dies ein kleiner Handscanner oder Tischscanner, den Du neben Deinem Kassensystem anbringst.

Bargeld

Fluch und Segen zugleich. Bargeld bedeutet einerseits viel Arbeit und die Gefahr der Unterschlagungen oder des Diebstahls, gleichzeitig aber auch Freiheit, da Bargeld im Gegensatz zu elektronischen Zahlungen nicht von den Behörden verfolgt werden kann. Deine meisten Gäste und Kunden lieben nach wie vor Bargeld. Eine neue Untersuchung von 2016 durch das EHI-Institut in Köln zeigt sogar, dass die Zahlung mit Bargeld nur im Schnitt 15-25 Sekunden dauert, mit EC-Karte jedoch 30-45 Sekunden. Also mehr als doppelt so lange. Vor allem bei Warteschlangen am Imbiss ein deutliches Argument für Bargeld. Auch möchte nicht jeder Gast in der Bar oder Nachtclub, dass die Zahlungen in der Kreditkartenabrechnung auftauchen und nehmen lieber Bargeld.

Bondrucker

Ein Bondrucker ist ein Drucker für die Kasse, der auf schmalem Kassenrollen die Artikel, Rechnungen, Lieferscheine oder Bewirtungsbelege druckt. Der Marktführer ist dabei Epson mit dem am häufigsten verkauften Bon-Drucker für Kassen der Epson TM88 Serie. Dieser Bondrucker ist vor allem so beliebt, da er ein super einfaches Auswechseln der Papierrolle (Bonrolle) hat. Deckel auf, alte Rolle raus, neue Rolle rein (ohne fieseln) und sofort weiter drucken. Weitere bekannte Bondrucker Hersteller für Kassensysteme und Registrierkassen sind z.B. Star Drucker, Posiflex, BTP,  Toshiba oder Zebra.

Bonrollen

Bonrollen gibt es meistens als Thermopapierrollen. Dies sind die am häufigsten genutzten. Aber es gibt zusätzlich auch reine Papierrollen, bei dem dann mit einem Nadeldrucker auf die Papierrolle gedruckt wird. Ideal z.B. als Küchendrucker, da hier weniger die Gefahr besteht, dass der Thermodruck verloren geht, wenn der Bon auf eine heiße Fläche fällt.

Die am häufigsten gebrauchten Bonrollen sind meistens 80mm breit und sind 80m lang. Der Innendurchmesser ist bei manchen Kassendruckern auch wichtig, also am besten auf die Beschreibung Deines Bondruckers schauen.

Tipp: Nimm an dieser Stelle nicht die billigsten Sorten und achte darauf, dass diese Phenolfrei sind. Bisphenol A (BPA) gilt unter Experten als gesundheitsgefährdend. Du sollst ja nicht Dich, Deine Mitarbeiter oder Deine Kunden schädigen, nur weil Du hier 50 Cents pro 80m Rolle gespart hast. Ein Kassenbon ist im Schnitt 15 cm lang. Du bekommst also rund 533 Bons aus einer Rolle raus. Billige Bonrollen kosten im Schnitt 1 Euro/die Rolle, umweltfreundliche ca. 1,50 Euro pro 80m Rolle. Bei rund 200 Bonausdrucken am Tag somit gerade mal 5 Euro im gesamten Monat mehr Gesamtkosten gegenüber den mit Phenolhaltigen Bonrollen.

C) Cashregister

Cashregister ist der englische Ausdruck für Registrierkassen. Der Amerikaner James Ritty hat auch die erste Kasse im Jahr 1879 in Dayton in den Markt eingeführt.

Erste Registrierkasse von James Ritty erfunden 1879 in Dayton USA

Erste Registrierkasse von James Ritty erfunden 1879 in Dayton USA

D) Dallas-Schlüssel

Keine Angst, Ihr müsst nicht zurück in die 80ziger Jahre und alte Fernsehsendungen kennen. Der Dallas-Schlüssel ist ein kleiner, runder, magnetischer Kassenschlüssel, den Ihr auf ein Kassen-Schloss stecken könnt, damit Ihr Euch als jeweiliger Kassierer mit den passenden Rechten ausweisen könnt. Zum Dallas-Schlüssel sagt man auch i-Button oder Kellox Key. Das Gegenstück zum Dallas-Schlüssel ist der Addimat-Kellnerstift. Alternativ kannst Du oft auch nur mit Kassierernummer oder mit Passwörtern an der Kasse arbeiten. Viele Kassen bieten hier verschiedene Lösungen an. Mit dem Dallasschlüssel oder Addimat Kellnerstift geht es schnell und praktisch und Du musst Dir nicht nochmal ein Passwort merken.

Der Name Dallas-Key kommt von dem Hersteller, der bis 2001 Dallas Semiconductor hieß und aus Dallas Texas kam. 2001 wurde die Firma übernommen und aus dem Dallas-Key wurde der i-Button. Der heutige Hersteller ist Maxim Integrated mit Sitz in San Jose in Kalifornien. Der Name für den Schlüssel hat sich aber im Kassenmarkt einfach gehalten.

Display – Kundendisplay

Beim Display kann es sein, dass ein Kundendisplay gemeint ist, das Deinem Kunden gezeicht wird und auf der Rückseite der Kasse angebracht wird. Die einfachsten Kunden-Displays sind einfach nur eine Preisanzeige, damit Dein Kunde sehen kann, was gerade getippt wird oder dann die Gesamtsumme an der Registrierkasse angezeigt wird. Oder noch besser, komplette größere Displays – meistens kleine Monitore – die dann je nach Kassenmodell auch aktuelle Angebote und den ganze Bon anzeigen kann.

E) EAN/PLU

EAN ist die Abkürzung für Europäische Artikel Nummer, typischerweise der Barcode auf den Produkten von Herstellern. Du findest z.B. Produkte aus Deutschland mit dem EAN-Code 400 bis 440 am Anfang. Der bekannteste EAN-Code ist EAN13. Im Rahmen der PLU (Price List Unit = Artikelnummernliste), kannst Du oft bei der Erfassung Deiner Artikel an der Kasse auch einen Barcode hinzufügen, damit dieser dann z.B. in Deiner Bäckerkasse eingescannt werden kann. Typischerweise bei Handelswaren, wie Zeitungen, Marmeladen usw…

F) „Fax“-Funktion

Vor allem wenn Du Gastronom bist, und ein Funkboniersystem wie Orderman im Einsatz hast, dann ist es recht praktisch, wenn Dein Funkboniersystem auch eine „Fax“-Funktion hat. Dabei geht es nicht wirklich um eine echte Faxfunktion, sondern dies ist der Ausdruck, wenn man eine Handschriftliche Notiz im Funkboniersystem einfügt, damit die Küche weiß, dass der Gast z.B. einen Extra-Teller wünscht etc…. Auf dem Bon für die Küche oder an der Theke wird dann die handschriftliche Notiz mit dem normalen Orderbon ausgedruckt.

Finanzamtschnittstelle (Fiskalspeicher)

Seit 2010 ist bekannt, dass alte Registrierkassen, die nicht auf eine Finanzamtschnittstelle nachgerüstet werden können, zum 31.12.2016 auslaufen und danach nicht mehr benutzt werden dürfen. (Tipp: Diese können immer noch z.B. als Pfandkasse oder ähnliches ohne Rechnungsstellung genutzt werden).  Bei der Finanzamtschnittstelle greift das Finanzamt aber nicht ständig (z.B. online) auf die Kassendaten zu, sondern nur bei Betriebsprüfungen durch den Steuerprüfer. Ihr müsst darauf achten, dass Ihr die Daten 10 Jahre von allen Kassen aufbewahrt. Lasst Euch also beim Kauf der Kasse unbedingt vorführen, wie die Daten gesichert werden. Bei einfachen Registrierkassen kann es sein, dass Ihr die jeden Monat wegsichern müsst und die Gefahr besteht, dass Ihr das mal übersieht. Hört sich nicht schlimm an, ist es aber. Hier hat der Steuerprüfer kein Pardon. Achtet deshalb unbedingt penibel auf eine saubere Sicherung der Finanzamtsdaten. Alles andere kann wirklich sehr teuer werden….

G) Grundprogrammierung

Wenn Du eine Kasse kaufst, so muss jedes Kassensystem, Registrierkasse oder POS-Kasse beim ersten Mal eine Grundprogrammierung bekommen. Lass dies am besten von einem professionellen Kassenhändler machen. Machst Du hier was falsch, kann das teuer zu stehen kommen. Wenn Du zum Beispiel den falschen MwSt. Satz zu einer Warengruppe zufügst und aus Versehen alle Artikel mit 19% statt 7% bonierst, dann freut sich zwar das Finanzamt, aber nicht Dein Geldbeutel. Die Grundprogrammierung Deines Kassensystems kostet dich nur ein paar hundert Euro, spart aber im schlimmsten Fall viele tausende Euro ein…

H) Handelskasse

Wenn Du eine Handels- oder Einzelhandelskasse suchst, dann ist es vor allem sehr wichtig, zuerst festzustellen, ob es eine praktische Branchenlösung für Deine Branche gibt. So gibt es für Frisöre tolle Kassenlösungen, als auch für Supermärkte etc… – Manchmal reicht aber auch eine komplett einfache Kasse aus, wenn Du es nur für den Bereich Pfandkasse brauchst und dort gar keine Rechnungen gedruckt werden sollen. Gerne helfen wir Dir auch bei der Suche nach einer Einzelhandelskasse. Da dies aber wesentlich aufwendiger ist, als bei Bäckerkassen oder Gastronomie-Kassensystemen, bitten wir Dich, uns einfach per E-Mail zu kontakten. Die Kontaktdaten findest Du oben in der Navigation

I) iPad Kasse

Seit einiger Zeit findest Du auch sogenannte iPad oder Tablet-Kassen im Markt. Sobald Du bei Google nach einer Kasse suchst, drängen diese meistens sehr agressiv mit Adwords-Werbung auf Dich ein. Lass Dich davon nicht beeindrucken, da bis heute die iPad Kasse noch nicht wirklich gut ein professionelles Kassensystem ersetzen kann. Versuch einfach mal auf der Cafe-Terrasse mit dem Tablet im Sommer bei Sonnenschein zu bonieren. Du wirst Dich wundern, wie schwierig das ist, wenn die Sonne auf das Display scheint. Außerdem müssen Gastro- oder Bäckerkassen oftmals sehr robust gebaut sein und dürfen nicht gleich bei einem verschüttetem Glas „beleidigt“ sein und trotzdem weiter arbeiten. Nicht umsonst kostet eine Profi-Hardware mehr als ein Tablet. Du kannst das ungefähr so vergleichen, als wenn Du den Kaffee in Deinem Cafébetrieb immer mit einer Kapselmaschine machen möchtest. Da kommt natürlich auch Kaffee heraus, der auch schmeckt, aber ob dies sinnvoll ist, so teuer den Kaffee einzukaufen (pro kg schnell mal 80 Euro) ist eine andere Baustelle….

Inventur-Erfassung

Sobald Du auch viele Handelsartikel in Deinem Geschäft hast, lohnt sich auch die Funktion einer Inventur-Erfassung an Deiner Kasse. Nicht alle Kassen bieten sowas an, aber wenn Du jährlich eine Inventur machen musst (z.B. weil Du Buchführungspflichtig bist), so kannst Du mit Hilfe Deiner Kasse und einem Barcode-Scanner relativ schnell die Inventur in Deinem Laden durchführen.

J) Journal

Dein Kassen-Journal ist eines der wichtigsten Funktionen an Deiner Kasse. Je nach Kassensystem findest Du hier die unterschiedlichsten Auswertungen und alle Buchungen, die an Deiner Kasse jemals gemacht worden sind. Früher konnte man das Journal auf Null stellen und die Kassenumsätze täglich zurückstellen und auch auf Bonrollen ausdrucken. Dies ist nicht mehr erlaubt. Deine Kasse muss das Journal komplett elektronisch speichern und dem Steuerprüfer auch elektronisch ausgehändigt werden, wenn Du eine Betriebsprüfung hast und die Daten aus Deiner Registrierkasse oder Kassensystem zur Verfügung stellen musst.

K) Kassensysteme

Von Kassensystemen spricht man im Gegensatz zur klassischen Registrierkasse, wenn diese z.B. vernetzt werden können und auch Schnittstellen zu anderen Systemen, wie Zeiterfassung oder Warenwirtschaft haben. Meistens sind Kassensysteme auf ein Betriebssystem wie Microsoft Embedded PosReady aufsetzen, das die Besonderheiten von Kassensystemen im Gegensatz zu normalen Windows Betriebssystem berücksichtigen. So wirst Du bestimmt kein Spieleprogramm an Deiner Kasse brauchen, was oftmals Bestandteil einer normalen Windows-Version ist, aber bei PosReady nicht enthalten ist.

Kundenkarten für Kassensysteme

Auch eine tolle praktische Funktion ist die Möglichkeit, Kundenkarten an Deinem Kassensystem auszugeben. Viele Kassenhersteller bieten hier zum einen eigene Kundenkartenlösungen für Kassen an, aber auch externe Anbieter gibt es im Markt um Kundenkarten anzubieten. Die einfachste Kundenkartenfunktion ist die klassische Stempelfunktion wie 10 x Einkaufen und danach 1x ein Brot z.B. gratis auswählen. Oder 10x Kaffegetränk eingekauft und danach 1x Kaffeegetränk kostenlos. Dann gibt es aber auch oft die Möglichkeit Gutscheinkarten anzubieten, bei denen gleich ein bestimmter Betrag z.B. 30,- oder 50,- Euro schon aufgebucht werden und als Geschenk angeboten werden kann. Dein Vorteil: Du musst das Geld erst als Umsatz buchen, wenn der Gutschein eingelöst wird. Bis dahin kannst Du direkt mit dem Geld schon arbeiten und steigerst damit Deine Liquidität.

L) Ladenkasse

Eine einfache Ladenkasse, kann auch nur eine Geldkassette sein. Es gibt im Gegensatz zu Österreich in Deutschland bisher keinen Zwang zu einer elektronischen Registrierkasse. In Österreich muss man ab 15.000 Euro Bargeld-Umsatz ein Kassensystem oder eine Registrierkasse mit Fiskalspeicher seit 2016 zwingend einsetzen. In Deutschland gibt es dazu auch bereits Überlegungen, aber bisher noch keine Entscheidung, ob es auch in Deutschland zu einer Kassenpflicht kommen soll. Im Gespräch sind Umsätze ab 17.500 Euro pro Jahr, die über die Ladenkasse abgewickelt wird, die zur Kassenpflicht führen soll.

M) Magnetkartenleser für Dein Kassensystem

Sobald Du auch EC-Karten- oder Kreditkartenzahlungen für Deine Gäste oder Kunden anbieten möchtest, solltest Du Dir überlegen, ob Du Deine Kasse mit einem Magnetkartenleser oder Chipkartenleser ausstatten möchtest.

Monitor für die Kasse

Achte bitte beim Kauf Deiner Kasse an einem ausreichend großen Monitor für Dein Kassensystem. Vor allem wenn Du Mitarbeiter über 40 hast, kann es durchaus hilfreich sein, wenn die Texte ausreichend groß sind und von jedem gelesen werden können. Bei kleinen 10 oder 12″ Monitoren wie bei Tablet-Systemen, ist dies oftmals nicht gegeben. Ideal sind deshalb größere Monitore für Deine Kasse, die zudem auch mit einer Touchfunktion ausgestattet sind. Bei der Touchfunktion achtest Du am besten darauf, dass diese auch mit einem Stift bedient werden kann, da es durchaus vorkommen kann, dass manche Mitarbeiter extrem trockene Finger haben und dann der Touch evtl. nicht richtig funktioniert. Wenn dann der Monitor Deines Kassensystems auch mit einem Touch-Stift bedient werden kann, so hilft dies bei solchen Problemen.

N) Netzwerverkbindung für Kassensysteme

Sobald Du mehr als eine Kasse im Einsatz hast, solltest Du auch über ein Netzwerk für Deine Kassensysteme nachdenken. Bei Bäckerkassen ist es oft so, dass man an einer Kasse anfängt zum bonieren und dann an der zweiten Kasse den Kunden fertig abkassiert. Dazu müssen die Kassensysteme aber auch vernetzt sein, damit diese Funktion auch genutzt werden kann. Wenn Du auch Filialen hast, brauchst Du auch den Zugriff über das Netz (Internet)  auf Deine Filialkassen. Oder möchtest Du lieber jeden Tag zu Deinen Filialen spazieren fahren um die Kassen auszulesen? – Wohl nicht, das wäre auch recht unpraktisch, aufwendig und teuer. Also denk daran, wenn Du eine Kasse kaufst, dass diese untereinander zu einem Kassennetzwerk verbunden werden können.

O) Orderman (Funkhandy, Funkboniersystem)

Der Anbieter Orderman steht schon fast als Synonym wie Tempo für Taschentücher, wenn Du ein Funkboniersystem für Deine Kassensysteme einsetzen möchtest. Dabei bedienst Du Deine Kasse direkt am Tisch über eine Fernbedienung (Funkhandy, Funkboniersystem). Ideal ist es wenn bei Dir viel los ist und Du einen Schank-Kellner hast, dem Du die Orderbons gleich mit Funk übermitteln kannst und während Du noch mit Deinen Gästen die Wünsche aufnimmst, Dein  Schankkellner schon die Getränke vorbereiten kann, die Du gerade mit Funk an die Kasse geschickt hast und dort auf dem Bondrucker Deines Kassensystems ausdrucken kannst.

P) Personalplanung

Du möchtest auch Deine Personalplanung mit Hilfe Deiner Registrierkasse machen? – Auch das geht bei vielen Kassensystemen. So kannst Du oft sogar Nachrichten aus Deinem Büro an Deine Kassen schicken, damit Du Deine Mitarbeiter fragen kannst, wann diese Zeit zum Arbeiten haben. Auch die Arbeitszeiten kannst Du häufig an der Kasse direkt gleich erfassen und sparst Dir die Stempeluhr ein. Viele Kassenhersteller haben dann auch noch Schnittstellen zu Dritt-Programmen für Personalplanung, damit Du die Daten von Deiner Kasse gleich an eine professionelle Personaleinsatzplanungs-Software übermitteln kannst.

Q) Quittung

Achtung sei vorsichtig, wenn Du meinst, dass Du als Gastronom eine Quittung für Deinen Gast, statt einem Kassenbon ausstellen kannst. Handgeschriebene Quittungen werden beim Finanzamt nicht anerkannt und Du machst Deinen Gast damit unglücklich, da er die Geschäftsbesprechung nicht von der Steuer absetzen kann, da Du die Quittung mit der Hand auf einem Quittungsblock geschrieben hast. Es kann dann durchaus sein, dass Du diesen Gast dann zum letzten Mal bei Dir gesehen hast….

R) Rechnung

Viele Kassensysteme können auch direkt Rechnungen für Deine Kunden ausdrucken. Entweder als Bewirtungsbeleg auf Bonpapier mit Feldern zum Ausfüllen von den bewirteten Personen und dem Grund der Bewirtung, oder auf vorgefertigtem Rechnungspapier auf spezielle Kassendrucker, die bereiter als auf die übliche Bonrollen für Kassen drucken können. Bei der Formvorlage für Deine Rechnung können übrigens die meisten Fehler entstehen. Lass Dich deshalb unbedingt von einem professionellen Kassenhändler das Bonformular so einstellen, dass es die aktuellen Anforderungen des Finanzamtes erfüllen. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass Dein Kunde oder Gast wieder zu Dir kommt und die Rechnung erneut anfordert, da sein Steuerberater das reklamiert, da die Steuernummer fehlt oder die Rechnungsnummer usw…

S) Schublade

Beim Kauf von Kassensystemen in der Gastronomie, brauchst Du oftmals keine Kassenschublade, da mit Kellner-Geldbeutel gearbeitet wird. Hast Du aber einen Imbiss oder eine Bäckerei, sieht es natürlich schon wieder anders aus. Bei der Bäcker-Kasse ist eine gute Schublade das A und O. – Nichts ärgert mehr als zu kleine Schubladen, oder bei Platzproblemen an der Theke eine weit aufgehende Kassen-Schublade. Hier kannst Du zum Beispiel eine Klappdeckel-Schublade für Dein Kassensystem anschaffen, bei dem der Deckel nach oben aufspringt und die Schublade fest in der Theke eingebaut ist.

Storno

Ein ganz heikles Thema an Deiner Kasse sind die Stornos. Zum einen gibt es Zeilenstornos, oder Sofortstornos, wenn Du oder Dein Mitarbeiter sich vertippt hat, oder der Kunde/Gast sich es nochmal anders überlegt hat, zum anderen gibt es die echten Bon-Stornos, die nachträglich ausgeführt werden. Lass Dir sämtliche Stornos am besten von Deinen Mitarbeitern mit Unterschrift bestätigen und den Grund für den Storno aufschreiben. Hier prüft das Finanzamt am häufigsten nach, da in der Vergangenheit über Stornos schon oft versucht wurde, die Umsätze nachträglich nach unten zu „korrigieren“ um damit Schwarzgeld zu schaffen. Ein weiteres Problem ist, dass die Storno-Funktion an der Kasse oft auch von „kreativen“ Mitarbeitern genutzt wird, die lieber in die eigene Tasche als Deiner wirtschaften und Dich damit bestehlen. Sei also auf der Hut, wenn auf einmal zu viele Stornos auftauchen.  Spätestens seit der Einführung der Finanzamtschnittstelle 2017 musst Du hier entweder sinnvolle Software-Werkzeuge einsetzen, die Dir die tägliche Kontrolle der Stornos vereinfachen, oder selbst täglich kontrollieren. Sonst ist zum einen das Geld weg und Du wirst unter Umständen gleichzeitig noch vom Finanzamt geschätzt, da die Umsätze an Deiner Kasse nicht um Materialaufwand passen. Dem Steuerprüfer ist es egal, warum der Umsatz nicht passt. Hier bist Du gefragt. Unsere Empfehlung an dieser Stelle sind automatische Auswertungstools, die über Algorithmen Unregelmäßigkeiten an der Kasse für Dich automatisch erkennen.

T) Tisch-Wechsel, Tisch-Split

Zwei recht praktische Funktionen von professionellen Gastronomie Kassensystemen ist die Funktion Tisch-Wechsel oder Tisch-Split. Beim Tisch-Wechsel setzt sich der Gast auf einen anderen Tisch hin, auf dem er vorher gesessen ist. Typisch z.B. bei Stammgästen, die vom Stammtisch auf einen anderen Tisch wechseln, da dort Bekannte auf einmal gekommen sind. Beim Tisch-Split geht es darum einen Tisch auf verschiedene Zahler aufzuteilen, bzw. zu splitten, wenn z.B. 2 Paare am Tisch sitzen und jedes Paar für sich selbst bezahlt.

U)  Umbuchen

Umbuchen ist meistens die gleiche Funktion wie beim Tisch-Wechsel. Diese Funktion findest Du öfters bei Gastronomie Kassensystemen.

V) Verkäufer-Anmeldung (Kellner oder Kassierer)

Für den Kassierer an der Kasse gibt es verschiedene Namen an den Kassensystemen. Ob Verkäufer, Kassierer oder Kellner unterscheidet sich eigentlich nur in der Branche, aber nicht wirklich in der Funktion. Verkäufer findet Du meistens an der Einzelhandels-Kasse, Kellner natürlich an Kassensystemen für Gastronomie und Kassierer auch bei Bäckerkassen.

W) Waagenanbindung

Vor allem bei Bäcker-Kassen, Einzelhandels-Kassen oder Metzgerei-Kassensystemen ist es wichtig, dass die Kasse auch eine Waagenanbindung hat. Dabei sendet die Waage das Gewicht an Dein Kassensystem und Du musst nur den passenden Wiege-Artikel an Deiner Kasse auswählen.

X) X-Bericht

Wie der Name sagt, kann der X-Bericht x-belibig am Tag an Deinem Kassensystem angezeigt oder ausgedruckt wird. Sozusagen ein Zwischenbericht. Ideal wenn z.B. Schichtwechsel ist, aber die Kasse noch weiter benutzt wird.

Z) Z-Bericht

Das Beste kommt zum Schluss. Der Z-Bericht ist der letzte Bericht am Tag, den Du dann auch beim Finanzamt angeben musst. Im Kassen Z-Bericht erscheint dann Dein Tages-Umsatz, oftmals mit einer Artikelliste aufgelistet, sowie der Liste der Mitarbeiter, die an Deiner Kasse heute gearbeitet haben.  Wenn Du eine automatische Auswertung an Deiner Kasse hast, dann hilft Dir dies auch Umsatztrends, Renner- und Penner zu erkennen und Ungereimtheiten an der Kasse aufzudecken.

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